Wie schon in einigen vorherigen Post berichtet, wurde mein Reisebericht des Äthiopienbesuchs nicht nur in der Schweizer Ausgabe des Crema Magazins publiziert, sondern jetzt auch in der deutschen Ausgabe.

Äthiopien-Trip vom Kaffeeschnüffler
Meine Reise Anfang des Jahres führte mich in viele Teile Äthiopiens, um vor Ort verschiedene Kaffee-Kooperativen kennen zu lernen und um Kaffee zu verkosten. Das Ziel war mit einer Gruppe von Röstern aus der ganzen Welt mit den Kaffeebauern in direkten Kontakt zu treten um die Zukunft des Kaffees in Äthiopien zu besprechen.
Es freut mich natürlich, dass der Reisebericht auf diese Weise eine größere Leserschaft erreicht.
Ich würde mich freuen, wenn Leser hier auf dem Blog ihre Kommentare dazu hinterlassen würden. Toll wäre es, wenn so ein Dialog entsteht. Um ein bisschen Futter zu geben, poste ich hier mal einen Ausschnitt aus dem Artikel.
Viel Spaß beim lesen!
Kaffeeland im Umbruch – Eine Reise auf der Suche nach den besten Kaffees in Äthiopien.
Kaffeeland im Umbruch
“Please try our Konja Buna”. So wurde ich auf meiner Reise ins Ursprungsland des Kaffees in Äthiopien empfangen. Konja Buna ist aramäisch und bedeutet “guter Kaffee”. Es waren die ersten Worte, mit denen Takele mich begrüßte, als wir uns beim Roundtable in Addis Abeba zum ersten Mal trafen. Bis zum nächsten Treffen sollten noch einige Tage vergehen und weitere 500 km hinter mir liegen, um Takele in seinem Heimatdorf im Süden Äthiopiens wieder zu sehen. So begann eine Reise, die sehr viele Eindrücke und neue Erkenntnisse über den Kaffee in Äthiopien, vor allem über die Menschen, die ihn produzieren, bringen sollte.
Meine Reise führte mich zuerst in die Hauptstadt Äthiopiens, um am zweitägigen Roundtable, einer alljährlich stattfindenden Kaffeekonferenz, teilzunehmen. Das Motto des vierten Roundtables bezog sich auf die Vermarktungsmöglichkeiten des äthiopischen Kaffees und hieß: “Marketing and Promotion Opportunities of Ethiopian Coffee”. Im Anschluss an den Roundtable ging es dann mit einer internationalen Gruppe, sechzehn Röstern und Importeuren aus sechs Nationen in den Süden Äthiopiens. Mit dem sogenannten “Cupping Caravan”, einer mobilen Röst- und Verkostungsstation, fuhren wir in die Region Sidamo, um zusammen mit den Kleinbauern und den Kooperativen die regionalen Kaffees zu probieren und um in einen Dialog zu treten. Zustande kam das Projekt durch die Unterstützung der Organisation USAID und dem “Ethiopia Agribusiness and Trade Expansion Activity” (ATEP) Programm.
Am 17. Februar 2010 war es dann soweit und ich flog von Frankfurt nach Addis Abeba, um an den beiden folgenden Tagen am Roundtable teilzunehmen. Nach der Landung auf dem Flughafen der dritthöchstgelegenen Hauptstadt der Welt (2200m ü.n.N.) wurden mir die ersten geruchsvollen Erfahrungen zu teil. Ein subtiler Geruch aus Dieselabgasen und Weihrauch empfing mich während der Fahrt zum Hotel. Wie ich nachher lernen sollte, wird Äthiopien mit minderwertigem Diesel beliefert, was selbst die neuesten Autos zu kleinen Stinkbomben werden lässt. Und Weihrauch wird während der traditionellen Kaffeezeremonien als Ergänzung zu den Röstkaffeeduften genutzt, um das Atmen in oft kleinen Hütten ein bisschen erträglicher zu machen…
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