Klein aber Oho

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…beim Kaffee Öko-Test!
Öko-Test Heft Nr. 4
Öko-Test Heft Nr. 4

In der aktuellen Ausgabe Nr. 04, April 2010 von Öko-Test kann man den Test von verschiedenen Kaffeesorten nachlesen.

Die kleinen Kaffeeröstereien machen es den Großen der Branche vor.

Getestet wurden insgesamt 28 Kaffees deutscher Röster. Einundzwanzig davon wurden mit einem “sehr gut” ausgezeichnet. Einen großen Anteil daran hatten kleine Kaffeeröstereien, die zum einen auf die Qualität des Rohkaffees achten und zum anderen auf die schonende Röstung, die die Aromen in den Bohnen hervorbringen.

Der Test beinhaltet u.a. die Suche nach den Schadstoffen Furan, Schimmelpilz, Acrylamid und 16-O-Methylcafestol (in reinen Arabica Bohnen).

Oft wurden keine oder nur Spuren dieser Stoffe gefunden, was insgesamt ein gutes Zeichen ist.

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Verrückte Maßeinheiten im Kaffeehandel

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Measuring coffee

Als ich während der Äthiopien Reise mit einigen Röstern aus der USA diskutierte, lamentierten diese über die Sonderlichkeiten bei den Maßeinheiten der “neuen Welt”. Denn bei den Röstern in den USA verläuft das Wiegen und Messen von Kaffee folgendermaßen:

  1. Preis beim Kauf von Rohkaffee in Pfund (pd)
  2. Verschiffung in Kilogramm (kg)-Säcken
  3. Verkauf an Endverbraucher in Ounzen (oz)
  4. Abwiegen des Kaffeemehls z.B. bei Espressozubereitung in Gramm (gr)

Wenn man da mal nicht durcheinander kommt. Da haben wir es in Europa schon um einiges leichter :-)

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Videoimpressionen Äthiopien

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Nach den Texten nun ein kleines Video von meiner Äthiopien Reise, welches nicht nur den Roundtable und den Cupping Caravan zeigt, sondern auch wie ich einen Kaffeebaum pflanze. Bin mal gespannt, wann ich den Baum wieder sehen werde und wie groß er dann geworden ist.

Viel Spaß beim Schauen:

Ethiopia Trip – Roundtable and Cupping Caravan 2010 from Kaffeeschnueffler on Vimeo.

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Ethiopian Roundtable und Cupping Caravan 2010

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Bevor ich über die Details und Erkenntnisse der Äthiopien Reise berichte, wollte ich noch einen kurzen Überblick zum Reiseverlauf geben.

4th Ethiopian Coffee Roundtable

Nach meiner Ankunft am 17. Februar in Addis Abeba fand der 4. äthiopische Roundtable statt, der Kaffee als zentrales Thema hatte. Er stand unter dem diesjährigen Leitgedanken: “Marketing and Promotion Opportunities of Ethiopian Coffee”. Der Roundtable sollte dazu dienen, den äthiopischen Kaffeehandel zu besprechen und die aktuellen Entwicklungen aufzuzeigen.

Cupping Caravan mobile roasting unit

Im Anschluss an den Roundtable fand der erste Cupping Caravan (Verkostungs Karawane) Äthiopiens in dieser Art statt. Mit mobiler Röst- und Verkostungsstation ging es in den Süden Äthiopiens. Der Cupping Caravan sollte die internationale Gruppe, bestehend aus 16 Mitgliedern aus fünf verschiedenen Ländern, in Kontakt mit lokalen Kooperativen und Kaffeefarmern bringen, um einen Dialog anzustoßen. Während des Cuppings Caravans wurde die Region Sidamo und hier im speziellen die Bauernverbände von Sidama und Yirgacheffee besucht. Bei jedem Stopp wurden mehrere Kaffees aus der Region verkostet und mit den Bauern über deren Erfahrungen gesprochen und versucht Fragen zu beantworten um von einander zu lernen.
Beide Unternehmungen, der Roundtable als auch der Cupping Caravan, wurden durch die USAID im Rahmen des “Ethiopia Agribusiness and Trade Expansion Activity” (ATEP) Programms initiiert und finanziert.

Ethiopian Cupping Cups

Hard Facts:

  • 13000 km Reiseweg
  • davon 12000 km mit Flugzeug, und 1000 km mit Auto
  • mind. 50 Kontaktaufnahmen zu Kooperativen und/oder Kleinbauern
  • 18 Vorträge
  • 9 Verkostungen mit mehr als 50 Kaffees
  • 6 Kohletabletten, dank Montesumas Rache
  • 4 Kaffeezeremonien
  • 1 einmaliges Erlebnis

Soft Facts:

  • Viele Gespräche mit Kleinbauern
  • Kennen lernen von Produktionsstätten des Kaffeeanbaus
  • Bessere Kenntnisse des äthiopischen Kaffeemarkts
  • Neue internationale Kontakte zu anderen Röstern
  • Viel leckerer Kaffee

In den folgenden Artikeln werde ich zum einen auf den Roundtable und die Änderungen im Kaffeehandel in Äthiopien eingehen. Zum anderen die allgemeinen Marktmechanismen besprechen. In einem weiteren Bericht soll dann der Cupping Caravan seinen Auftritt haben.

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Äthiopien – here I am

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Nach dem gestrigen langen Flug ist nun der erste Tag in Addis Abeba vorüber.

Viele Eindrücke, viele Informationen zum Land und im Speziellen über Kaffee.

Insgesamt gab es heute 18 Vorträge, viel Input zum Verabeiten, aber langsam versteht man, wie der hiesige Kaffeehandel funktioniert.

Leider ist die Internetverbindung hier nicht sonderlich schnell, daher gibt es erstmal nur zwei Fotos, eins mit der Aussicht von meinem Hotelfenster und das andere vom Eingang zur Konferenz.

Aussicht von meiner Hotel

Ethiopian Roundtable 2010

Abschließend bleibt mir nach den ersten Eindrücken nur zu sagen: Beeindruckendes Land und beeindruckende Menschen.

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Äthiopien Reise – Kaffeehandel an der ECX

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Äthiopien, Geburtsland des Kaffees und eines der afrikanischen Länder, das sein Los selbst in die Hand nimmt.

Hintergrund:

Die äthiopische Regierung und weitere Beteiligte haben im Jahr 2008 die ECX gegründet. ECX steht für Ethiopia Commodity Exchange, was auf deutsch eine Warenbörse (Produktenbörse) bezeichnet.

An der ECX werden verschiedene Agrargüter gehandelt, u.a. Kaffee, so dass Bauern ihre Güter an der Börse abliefern können, die dort anschließend zu einem festgesetzen Preis verkauft werden. Dies ermöglicht transparente Preise für Käufer und Verkäufer.

Mit Einführung der ECX hat sich viel im äthiopischen Kaffeehandel geändert, denn die ECX, so wie sie derzeit besteht, hat sowohl auf die Qualität als auch auf die Verfügbarkeit des Kaffees einen großen Einfluss ausgeübt.

Die Einführung der Börse hat für viel Gesprächsstoff in der Kaffeewelt geführt. Denn der ursprüngliche Nutzen – den Farmern in Äthiopien mehr Macht und ihnen die Möglichkeit zu geben ihre Produkte zu fairen Preise verkaufen zu können – ist zwar teilweise aufgegangen, aber durch die teils sehr restriktiven “Gebote” der Börse wurde in Fachkreisen von drastischen Einbrüchen im Kaffeeexport gesprochen.

Auswirkungen:

Für die Bauern bedeutet es teilweise bessere Erlöse für ihre Produkte. Dies trifft aber anscheinend hauptsächlich für andere Agaraprodukte als den Kaffee zu.

Für Importeuere und Röster macht dies, überspitzt ausgesprochen, die Verfügbarkeit der Sorten-Vielfalt zu nichte. Natürlich muss man erwähnen, dass diese Aussage unter der Prämisse des Spezialitätenkaffees gesehen werden muss. Die gute Nachricht ist, es wird an der Situation gearbeitet und es wird neue Wege geben, die hoffentlich zu aller Zufriedenheit beitragen. So ist eine “Direct Trade” Initiative angedacht, also direkter Handel “ausserhalb” der Börse.

Vor Ort:

Frei nach dem Motto “wenn einer eine Reise macht, dann hat er viel zu erzählen” werde ich kommende Woche nach Äthiopien reisen.

Die Reise soll dazu dienen ein besseres Verständnis für die dortige Situation zu bekommen, und um nicht immer nur auf Berichte aus zweiter Hand angewiesen zu sein. Ich werde in Addis Abeba an einem “Roundtable” teilnehmen, der lokale Interessensgruppen und externe Händler und Röster an einen Tisch bringt.

Anschließend führt mich die Reise noch zu den Kaffeeplantagen im Sidamo Gebiet.

Weitere Einzelheiten und Berichte zu diesem Thema folgen.

Zusätzliche Informationen:

Als Einstieg habe ich folgendes Video von einem TED Vortrag eingebunden. Der Vortrag wird von Eleni Zaude Gabre-Madhin gehalten, Mitbegründerin der ECX.

In den ersten 10 Minuten geht es um historische Vergleiche, um Beispiele von Börsen und um die Entwicklung Gesamtafrikas. Die letzten 10 Minuten handeln von der Ethiopia Commodity Exchange.

Viel Spaß beim Gucken.

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Buch über den Kaffee Markt in bella Italia

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Wer schon immer mal einen Überblick vom gesamten Kaffeemarkt Italiens haben wollte, dem sei nun mit dem Werk aus dem Hause Beverfood geholfen.

Auf ca. 500 Seiten und einem Preis von 100 Euro (alternativ die digitale Variante für 60 Euro) bekommt man von Maschinenherstellern bis Röstern alles geboten.

Vielleicht ist die Lektüre für den privaten Haushalt ein bisschen schwer, aber diejenigen die den italienischen Espresso zu schätzen gelernt haben, mögen dieses Buch vielleicht in Erwägung ziehen.

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